Ostern auf Malolo Lailai

Die letzten Tage verbrachten wir in Malolo Lailai, gemeinsam mit Thomas, Susanne, Ivi und Jack von der Segelyacht Time Lord. Einer der besseren Orte, die wir in letzter Zeit besucht haben. Nicht so sehr, weil die Insel so toll ist – obwohl sicher die meisten Leser zustimmen werden, dass es sich um eine 100% wunderschoene, tropische Insel handelt. Fuer unseren Geschmack geht’s hier wesentlich zu ‘touristisch’ zu. Doch ist es eben gerade das Muscet Cove Ressort, welches es hier so toll macht fuer Segler:

Als Yachtie kann man ankern, sich eine Mooring schnappen oder in den kleinen Hafen fahren und mit dem Heck zum Steg festmachen. Es gibt einen kleinen Kaufladen, Duschen, WCs, gratis WLAN im Ressort-Restaurant und eine nette Bar auf der Insel am Ende des Steges. An der Bar gibt’s auch zwei Gas-Grills, welche man gerne benuetzen darf, dabei stellt das Ressort sogar noch Teller und Besteck zur Verfuegung. Man sollte lediglich ab und an ein Bierchen konsumieren.

The Musket Cove Resort with the little marine and BBQ-island in the back.The jetty and the BBQ/bar-islandIn the cockpit of the SY Time LordIn Cloud 9 ;-)

Das Ressort bietet einen grossen (Salzwasser) Pool, es gibt viele Kinder und abends werden deshalb auch oefters Kinder-dinner und Filmabende (mit kompletter Betreuung) angeboten. All dies kann man als Segler gerne nutzen, was daran liegt, dass der fruehere Besitzer der Hotelanlage wohl selbst begeisterter Segler war und es eben deshalb hier so locker zugeht. Waehrend die Grossen also Grillgelage auf der kleinen Insel abfeiern, vergnuegen sich die Kleinen am Pool mit anschliessendem Dinner und Kino. Spaeter duerfen die vier Kinder dann alle zusammen auf der Time Lord uebernachten.

The bar at the reef - 'Cloud 9'The kids having funNonsense at the bow, coming back to the anchorageLittle crazy people...

Gemeinsam machen wir dann noch mit der Suvarov einen kleinen Ausflug zum Aussenriff, wo die Bar ‘Cloud 9′ verankert ist. Ein kleiner, schwimmender Traum fuer die Surfer, die die nahen Spots erkunden.

Leider mussten unsere norwegischen Freunde heute los, um in der Vudapoint Marina Servicearbeiten am Unterwasserschiff zu erledigen. Aber wir hoffen, dass wir in kuerze wieder zusammenstossen und evtl. gemeinsam die Salomonen unsicher machen.

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Und noch ein paar Bilder aus Yanuca

Die Suvarov unter Segel (Danke an die SY Time Lord fuer die Fotos !!)Und endlich mal wieder ein Bild der kompletten LosLocosVor Anker im Westen der Insel Yanuca Ein kleines, verlassenes Resort im Hintergrund

Die Haengematten blieben zum Glueck erhalten !Die Kinder klettern Stundenlang ueber die Steine am UferFuer Stunden nicht gesehen......kehren sie zurueck...

...mit einer Schuessel voll......Einsiedlerkrebsen !'Unser' StrandSelfie der Fotografin

Badespass fuer viele Stunden...und die Kinder hauen alle zusammen mit dem Kajak ab.Und wir hauen ab in den Westen Fiji's, eine Nachtfahrt weiter.Ein schmutziger Frachter in der Riffpassage

Doch schoen wirkt er, mit dem Tagesstern im HintergrundDie Kinder traeumen noch vom Strand, waehrend wir schon in die Lagune von Malolo einfahrenOekologische Aktivitaeten fuer unsere wertvollen Touristen.Wertvolle Aktivitaeten fuer unsere oekologischen Touristen.

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Yanuca Island und ein schwerer Abschied

Vor einigen Tagen hatte ich ja eine grosse Entscheidung angekuendigt und nun muss es wohl raus: Wir befinden uns in den letzten Wochen unserer Reise und werden vermutlich im Juli nach Berlin zurueckkehren. Zurueck zum Beton ! Jawohl. So, nun isses raus.

Natuerlich werden nun einige versuchen uns umzustimmen und wir schaetzen das – wir wuerden ja auch irgendwie gerne weitersegeln. Aber der Zeitpunkt ist der falsche. Wir waren nun drei Jahre unterwegs, haben zwei Ozeane ueberquert, ein Schiff verloren, viele Abenteuer erlebt, viele wunderbare Menschen kennengelernt und die unendliche Schoenheit der Suedsee genossen.

Motorenderweise verlassen wir gemeinsam mit der SY Time Lord die Bucht vor LamiFlautensegeln Richtung MbenggaViola sorgt fuer gute AussichtenGui im Ausguck, um nicht versehentlich Korallenkoepfe zu beschaedigen

Wir haben verschiedene Plaene abgewaegt und Optionen gesucht, wie wir weitersegeln koennten, doch niemand an Bord hat so richtig Lust, den Indik und danach den Atlantik von Sued nach Nord zu durchqueren, dabei sind die Landbesuche nur kurz und spaerlich, die Segelstrecken dafuer umso laenger und auch nicht immer einfach. Die Kinder (und wir alle) vermissen unsere Famile und Freunde, wir alle sehnen uns mal wieder nach Freundschaften, die laenger halten als nur ein paar Wochen. Und – erwaehnen will ich es: seit unserer Strandung waren wir sehr knapp mit dem Geld und das macht die Sache auch nicht gerade einfach.

Bruno badet Viola, waehrend wir unterwegs sindVor AnkerStrandspassSuedsee vom Feinsten

So kehren wir also zurueck in die Welt des Beton und versuchen, dort wieder Fuss zu fassen. Doch noch ist es nicht so weit. Wir wollen noch Tikopia (in den Salomonen) sowie die Vulkane Vanuatu’s besuchen, bevor es fuer den Schiff-Verkauf vermutlich nach Australien geht. Wir haben also hoffentlich noch ein paar schoene Wochen Suedsee vor uns. Und gerade so, als ob der Pazifik uns nochmal die Werbebroschuere vor die Nase halten moechte, haben wir uns Gestern vor der kleinen Insel Yanuca im Sueden Viti Levu’s eingefunden. Zusammen mit der SY Time Lord geniessen wir das kristallklare Wasser, den menschenlosen, weissen Strand, die Kinder ziehen zu viert auf Entdeckungstour um die Insel, Abends entfachen wir ein Lagerfeuer am Strand und um das ganze noch zu toppen werden wir von einem ‘Blood-moon’ ueberrascht, eine seltene Art der totalen Mondfinsternis, welche den Erdtrabanten eine Stunde lang blutrot ueber der kleinen Insel schweben liess.

Dennoch ziehen wir heute am Nachmittag den Anker aus dem Korallensand und segeln durch die Nacht weiter nach Westen zur Insel mit dem klangvollen Namen ‘Malolo Leilei’ wo wir Ostern und Viola’s 6. Geburtstag feiern moechten.

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Via Namena, Makongai, Leluvia und Nasilai River nach Suva

Mittlerweile sind wir in Lami, nahe Suva vor Anker und haben hier gleich mal zwei Livaboard-Familien getroffen, welche fuer die Kinder dringend noetige und willkommene Abwechslung bringen. Taeglich wird ein anderes Schiff ausgewaehlt und in ein Spiezeugparadies verwandelt. Der Captain ist Gestern kreuz und quer durch die groesste Stadt des tropischen Suedpazifiks (Suva), wo sich auch 50% aller Rolltreppen befinden, naemlich vier ! Das Ziel: alle noetigen Papiere fuer die Ausstellung eines Not-Passes. Meiner laeuft naemlich in ein paar Wochen aus und eigentlich war geplant all dies in Buenos Aires zu bewerkstelligen, was sich aber nicht ergab. So hat mir freundlicherweise der deutsche Honorarkonsular hier in Fiji geholfen, die Papiere zu verifizieren und Gestern ging alles per UPS nach Canberra, Australien.

Namena aus der Vogelperspektive. (Dank an Julia fuer's Foto !)Am Strand im Osten NamenasDer Klassiker - auf der PalmeHoch hinaus

Wir werden uns noch ein wenig verproviantieren, die Kinder duerfen nach Monaten endlich mal wieder ins Kino und werden sich ‘Rio 2′ reinziehen und dann geht’s schon wieder los. Vermutlich via Benga nach Malolo Leilei, wo wir Ostern und Viola’s 6. Geburtstag feiern werden. So oder so aehnlich die kurzfrist-Plaene. Was die langfristigen Plaene betrifft gibt’s gravierende Aenderungen. Mehr dazu spaeter in einem eigenen Beitrag.

Endloser Spass beim Spiel in den WellenUnd der Strand ist wirklich einer der schoenstenZusammen mit der crew der SY Elhaz in MakongaiWunderschoen bunte Krabbe

Viola mit Echo, dem Bordhund der SY ElhazSonnenuntergang im Mund des Nasilai RiverAbendliches Malen und BastelnUnd angekommen in Suva, ihres Zeichens groesste Stadt im Suedpazifik.

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In the mouth of the river Nasilai

The day before yesterday we said goodbye to our friends from the SY Elhaz and sailed on to the tiny island of Leluvia. It was only for a stop-over during the night as we’re constantly sailing through reefs and badly charted waters and navigating is better done during daylight only. On our last stop at Leluvia we were amazed that they offered a free internet connection – but (you guessed it) that was history. We didn’t even bother to put the dinghy in the water as today in the morning our journey continued towards Suva.
Again, the trip would have been too long to make it in one day and arrive during daylight hours, so we decided to stop in a river entrance that gives some protection. Even here the charts were quite off and we were glad to have some easterly sweel that showed us the reef and an uncharted patch of corals right in the entrance.
It’s quite a funny way of sailing: although we’re in the vincinity of land we don’t really set foot on it; makes it feel like an ocean passage somehow. But tomorrow we should arrive in the bay of islands, a bit west of Suva. There we will stop for some days to get my passport problem solved. Otherwise all fine on board, the kids are watching a movie right now and the capitana seems to have found her sea legs as today she was cooking while out on sea (that’s a primer !)

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Unterwegs durch die Koro-See

Ewig ist es her, dass ich via Kurzwelle einen Blogeintrag gesendet habe. Nun, gegen Ende der Regenzeit ist es also endlich mal wieder Zeit.
Vor ein paar Tagen sind Gui, Bruno und Viola aus Argentinien zurueckgekehrt und die LosLocos sind wieder komplett. Zwei Tage spaeter haben uns mein Bruder und Julia verlassen, die knappe zwei Wochen mit uns Fiji genossen haben.
Nun geht ‘der Ernst des Lebens’ wieder los. Wir segeln nach Suva, wo ich mit Hilfe des deutschen Konsulates einen neuen (Not-)Pass fuer mich beantragen kann. Dieser wird dann von der Botschaft in Canberra ausgestellt. Wie das alles genau klappen soll, bleibt erst mal noch etwas ungewiss.
Wir sind also auf dem Weg in die Hauptstadt Fiji’s – Suva: ihres Namens die groesste Stadt in der Suedsee und laut Augenzeugenberichten soll es dort sogar eine Rolltreppe geben ! Wir sind gespannt… Unterwegs sind wir mit der zweiten Seglerfamilie, die sich die letzten Monate in Savusavu aufgehalten hat: die franzoesische crew der SY Elhaz. Gemeinsam verbringen wir zwei Tage im traumhaften Namena beim schnorcheln und heute geht’s weiter nach Makongai fuer einen kurzen Zwischenstopp. Dort trennen sich dann auch unsere Wege. Die Elhaz segelt im Norden Richtung Lautoka, wir im Osten erst mal nach Leluvia und dann in die Bay of Islands (ja, toller Name: gibt’s sonst nirgendwo !) gleich neben der Hauptstadt. In ein paar Wochen wollen wir uns zu Viola’s 6. Geburtstag dann wieder im SW der Insel Viti Levu treffen und dort gemeinsam feiern. Grosse Plaene fuer zwei so Chaotenschiffe.
Soweit alles gut. Windtechnisch tut sich nicht viel. Laut Wetterbericht sollte es auch in Stroemen regnen aber wir hatten die letzten Tage blauen Himmel. Heh. Die Crew ist unterhaltsam und lustigerweise ist keine meiner Landratten seekrank geworden. Also alles tip-top auf der Suvarov.

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Zurueck aus Namena mit einer kleinen Bilderflut

Gemeinsam mit meinen zwei Gaesten sind wir Gestern von einem wunderschoenen Kurztrip aus Namena zurueckgekehrt. Natuerlich wieder mit einer Riesenauswahl an Tauch- und Schnorchelfotos.

Aber bevor’s los ging, musste ich erst mal den Grillrost wiederfinden, den ich versehentlich in der Nacht zuvor versenkt hatte. Meine ersten Versuche, das kleine Teil auf einer Tiefe von ca. 18m zu finden waren wenig Erfolg versprechend. Also rauf die Tauchflasche und tatsaechlich hatte ich Glueck ! – Grill gerettet. Zweiter Punkt vor der Abfahrt: Die Unterwanten, die wir vor Tonga in einem Sturm angeknackst hatten, mussten gewechselt werden. Mein Bruder hatte hierfuer fehlende Teile aus Europa mitgebracht.

Den Grillrost wieder den Tiefen des Meeres entrissenNeue Unterwanten werden installiertSpannendUnterwegs nach Namena (ca. 25nm)

Dann sind wir endlich bereit und verlassen Vanua Levu. Der kurze Trip nach Namena – ca. 25 Meilen – leauft wunderbar. Eine schoene Brise schiebt uns mit durchschnittlich fuenf Knoten nach Sueden und wir erreichen den Ankerplatz eine Stunde vor Sonnenuntergang.

Ankunft am Ankerplatz in NamenaErster von vielen klassich/kitschig/schoenen SonnenuntergaengenErste Tauchgaenge am Riff in der AnchorageGelbe Lederkoralle

Am naechsten Tag geht’s natuerlich sofort unter Wasser und wiedermal sind wir von der Schoenheit und Vielfalt der Riffe hier voellig begeistert. Die schiere Anzahl der Fische ist enorm, noch besser aber die unterschiedlichen Formen, Farben und natuerlich die abstrakten Formen der Korallen, welche hier groesstenteils voellig unbeschadet nur wenige Meter vom Schiff entfernt zu bestaunen sind. Bei fast jedem Tauchgang begegnen uns kleine Schwarz- und Weissflossen Riffhaie. Diese begutachten uns kurz und verdruecken sich dann meist relativ schnell wieder.

Hallo, Hai !Der Skipper wirft einen aeusserst kritischebn Blick auf den Strand an der WestseiteZugegeben: Sooo schlecht ist der Strand gar nicht.Ein 'Orange-Ringel-Anemonenfisch'

Etwas anders allerdings unsere Begegnung am zweiten Tag: Zwei kleine Riffhaie fangen an uns zu umkreisen und anstatt wie ueblich nach einer Minute abzuhauen, ziehen sie ihre Kreise enger und enger und auch ihre Bewegungen dabei werden hektischer. Ich versuche sie zu erschrecken bzw. zu vertreiben, doch nicht mal meine Flosse, die ich einem der Haie quasi ins Gesicht stecke aendert etwas an ihrem Verhalten. Auch wenn die beiden klein und normalerweise voellig ungefaehrlich sind, behagt uns die Situation gar nicht und wir verziehen uns ins Dinghy. Die beiden ziehen weiter ihre Kreise und kommen so nah, dass wir sie vom Beiboot aus beruehren koennten. Komische Begegnung.

Weihnachtsbaum-Roehrenwuermer aka 'Schnippies'Wunderschoene Fische im flachen Wasser ueber den Korallen(noch) unbestimmter FischLederkoralle

Aber nicht alles ist hier Angst einfloessend: Etwas zuvor besuchten uns zwei Karett-Schildkroeten. Eine davon konnte ich mit der Kamera beinahe eine Minute lang verfolgen. Ueblicherweise sind diese wundervollen Tiere sehr scheu (zu recht !), aber wenn man ruhig und vorsichtig rangeht, kann man sehr nah an die Tiere ran. Tolle Erlebnisse !

Wunderschoene KorallenlandschaftenDer Traum zum SchnorchelnMoerdermuschelDetail einer Kronenkoralle

Nebenbei gibt’s natuerlich jede Menge Anemonen-Fische, Moerdermuscheln, Zackenbarsche, Suesslippen, Seesterne, Quallen, etc…. Aber ich lass mal einfach die Bilder sprechen….

Geweih-Koralle mit FischleinKorallendetailsJulia und Oliver beim TauchenKorallenfarben

Hallo, Hai !Licht und SchattenspieleEine Art von 'Garibaldi' ?Edel-Haarstern

Floetenfisch knapp unter der WasseroberflaecheTrompetenfischUnd wieder ein Hai, der uns etwas bedraengt...Start zur naechsten Schnorchelrunde - direkt vom Schiff aus

Eine KarettschildkroeteUnterwegs zur Ostseite der InselAuch hier: der Strand gar nicht so uebel !Der Ausblick vom Strand am Ankerplatz

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Besuch in Fiji

Lange ist’s her seit dem letzten Eintrag. Viel zu lange. Und viel ist auch passiert. Aber wichtig ist im Augenblick eigentlich nur: ich hab Besuch ! Mein Bruder Oliver und seine Freundin Julia sind die naechsten zwoelf Tage in Fiji !

Approaching Fiji by planeFirst sundowner at the ResortAt the 'split rock'Little beauties

Gestern sind die beiden aus Singapur angekommen und gleich am ersten Tag haben wir Savusavu verlassen und uns raus ans Riff, zum Costeau Resort verlegt. Hier waren wir heute das erste mal schnorcheln und der erste Eindruck ist glaub’ ich ganz gut. Auf jeden Fall waren meine Besucher eher sprachlos, als sie zum ersten mal den Kopf in die Unterwasserwelt Fiji’s getaucht haben.

Our favouriteAnd the clownfish - the 'sunset' pic of snorkelingLittle black opes in a white coralAnd blue ones in a yellow soft coral

Und das ist erst der Anfang. Morgen werden wir hier etwas weiter rumschnorcheln, bevor wir dann vermutlich am Samstag (wenn das Wetter haelt) raus nach Namena segeln. Dort werden die beiden dann ueber unberuehrte und voellig intakte Korallenwelten gleiten und vermutlich aus dem Staunen nicht mehr rauskommen. Freut euch dann auf ein paar schoene Bilder bei unserer Rueckkehr !

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Namena – Teil 2

Nachdem wir die ersten Stunden am Ankerplatz mit Schnorcheln verbracht hatten, war es Zeit am zweiten Tag mal die ‘richtigen’ Tauchplaetze zu erkunden. Wir fuhren mit Jason’s Yacht raus ans Riff und schleppten zwei Dinghies hinterher. Etwas suedostlich der noerdlichen Riffpassage hingen wir das Schiff an eine Mooring und packten uns selbst und das Tauchequipment in die Beiboote, um das Riff zu erkunden.

A turtle in the anchorageBertel, me and Melaniea little GrouperUnicornfish

Die See war ruhig und beinahe spiegelglatt, die Sicht unter Wasser recht gut. Bereits im Dinghy sitzend kommte man schoen die Unterwasserwelt sehen und die Tauchplaetze erkunden. Wir entschlossen uns, mal mit Flaschen ‘Grand Central’ anzusehen, waehrend Jason und Melanie sich mit der Stroemung schnorchelnderweise ueber das Riff treiben liessen.

Hello, Nemo !Top-side of the rock at 'Arkansas'A little white-tip shark at the 'Four Sisters'Oh the beauty. Just imagine: that's all alive and moving. It's just unbelievable !!

Der zweite Stopp war ‘Arkansas’ – ein einzelner, freistehender Korallenblock, der von ca. 25m bis auf 4m unter die Wasseroberflaeche reicht. Waehrend Bertel und Jason mit Tauchequipment Kreise in verschiedenen Tiefen um die Korallensaeule ziehen, uebe ich mich im Freitauchen und komme aus dem Staunen ueber diesen unglaublichen Ort nicht mehr heraus. Die Oberseite ist fast voellig mit weichen Korallen bedeckt, welche mich an Weizenfelder im Wind erinnern und vermutlich dem Ort den Namen ‘Arkansas’ einbrachten. Aussenrum ist die Saeule voll mit bunten weichen und harten Korallen und unglaublichen Mengen an kleinen und grossen Fischen. Dieser Tauchspot alleine ist es schon wert, Namena zu besuchen.

More little fishes - still at 'Kansas'Flashes of color and form. Tropical coral fish.At the drop-off.Blue in blue.

Waehrend der naechsten Tage besuchen wir dann noch einige Tauchplaetze an der Suedseite des Riffs – namentlich die ‘Chimneys’, ‘Mushrooms’ und die ‘Four Sisters’. Allesamt absolut sehenswert. Dabei stellen wir immer wieder fest, wie wichtig der richtige Zeitpunkt fuer den Tauchgang ist: Fuer das noerdliche Riff um Hochwasser, idealerweise kurz danach und am suedlichen Riff etwas nach Niedrigwasser. Die Stroemung kann hier recht stark werden und wenn man mal zeitlich etwas daneben liegt, lohnt es sich durchaus im Dinghy auf das Kentern des Stromes zu warten.

And more little fishMe, freediving.Again at the drop-off.Diving at the 'Mushrooms'

Bloederweise hab ich dann waehrend einem der letzten Tauchgaenge meine Kamera fallen lassen. Obwohl sie den ploetzlichen Abstieg auf -25m durchaus verkraften koennte, konnte ich sie trotz des Einsatzes einer ganzen Tauchflasche nicht mehr finden. Verdammt !! Die Nikon AW110 war wirklich ein tolle allround-Kamera und ich werd’ sie sehr vermissen !

Back at the reef in the anchorageOne of the more beautiful fish. Unfortunately I forgot the name.The circles show the sites we've visited.Weather is changing. Time to go back 'home'.

Aber gute Neuigkeiten fuer alle, die Namena waehrend der naechsten Monate besuchen moechten: Waehrend wir nur eine einzige Mooring am Ankerplatz und eine, etwa 0.5nm ESE vom noerdlichen Pass entfernt vorfanden, wurde uns versichert, dass waehrend der naechsten Monate bis zu fuenf Moorings an der Insel und mehrere an den Tauchplaetzen ausgebracht werden. Das macht den Besuch (und auch das Auffinden) der Plaetze in Zukunft sehr viel leichter.

Vielen Dank an Jason fuer die tollen Fotos. Besucht mal seinen Blog um mehr zu sehen !

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Namena – Teil 1

Obwohl die Insel Namena nur 25nm von Savusavu entfernt liegt, wird sie von Seglern kaum besucht. Das liegt einerseits daran, dass die Insel und ihr Riff ein gut beschuetztes Marine-Reservat bilden, was relativ strenge Auflangen mit sich bringt. Andererseits glaube ich, es liegt mehr noch am recht ungeschuetzten Ankerplatz. So ist ein Besuch der Insel nur bei sehr leichten Ostwinden oder idealerweise bei Flaute zu empfehlen.

The Suvarov finally sailing again.What a nice anchorage we have...Crystal clear water and lots of healthy coralThe snorkeling at the anchorage is already quite amazing.

Wir hatten unsere Reise gut geplant und sind mit dem letzten Nordost-Wind die 25 Meilen gesegelt, um dann vor der Insel die naechsten Tage in voelliger Flaute und entsprechend ruhig zu liegen. ‘Wir’ das sind die SY Suvarov, die SY Odin und die SY Bodhran. Es gibt eine Mooring, welche sich Jason von der Bodhran schnappt und wir ankern auf 23m Tiefe mit 75m Kette.

Am ersten Tag galt es erst mal am Ressort die 30 Fiji-Dollar  Jahresbeitrag fuer das Schutzgebiet zu bezahlen und dann heisst’s: ab unter Wasser !

Diving into the real beauty of Fiji: underwaterFishyAnother beautyStunning jellyfish

Selbst am Ankerplatz sind die Korallen schon sehr beeindruckend und die Fischvielfalt ist enorm. Es tummeln sich Karettschildkroeten, Riffhaie, Barrakudas, Rochen, Zackenbarsche, ein paar Quallen und unzaehlige kleine, bunte Tropenfische hier rum und man weiss gar nicht, wo man zuerst hinblicken soll. Das erste Schnorcheln hat mich schon mal richtig beeindruckt ! Am naechsten Tag wollen wir mit der SY Bodhran zwei Dinghies ans Aussenriff schleppen um dort die ‘richtigen’ Tauchspots zu erkunden. Die naechsten (und noch schoeneren) Fotos von diesen Plaetzen folgen dann in kuerze.

Taking a picture of a clownfish is considered the sunset of underwater photograpy. ;-)Oh - speaking of.... Here you are.The skipper snorkeling...A coral peephole.

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Depression (tropische)

Keine Angst. Die Gefuehlswelt des Skippers ist trotz Abwesenheit meiner Familie noch immer heil. Fuer Turbulenzen hat mal wieder eine tropische Depression gesorgt, die waehrend der letzten zwei Tage hier fuer viel Regen und Wind gesorgt hat. Und weil sonst auch wirklich gar nichts passiert, poste ich also mal wieder Bilder von Regen und Wind.

Sommerzeit ist RegenzeitA look towards the Savusavu Marina in the back of the bayAlex fighting back to his yacht. Heh.Made it !

Nachdem ich die letzten zwei Wochen am Riff vor Anker lag, sind die Tage in der geschuetzten Bucht mal wieder eine Abwechslung. Das grosse Sonnendach wurde wegen des angekuendigten Starkwindes abgebaut und da die Gelegenheit selten kommt, hab ich es auch gleich zum Schneider gebracht, der ein paar Schwachstellen ausbessert. Dann heisst’s warten auf den Wind. Wir liegen wie gesagt recht geschuetzt und so blieb die Windanzeige meist im Bereich um die 30 Knoten und zeigte in den Boen maximal 50 Knoten, also 10 Beaufort an.

The water in the entrance is getting roughPalm trees being tortured by the wind.The SY Tamora fighting a gust, about 1km up the bay. weather_20140128

Wie immer stand ich mit der gluecklicherweise spritzwassergeschuetzten Kamera an der Reling und hab bei permanentem Daemmerlicht doch wenigstens eine Handvoll verwertbare Aufnahmen gemacht. Meist unter Einsatz des maximalen Zoom Faktors und teilweise sogar noch digital vergroessert, bitte verzeiht die etwas ‘rauhe’ Natur der Bilder. Schoener war das Licht natuerlich nach dem Mistwetter, als ich gegen Sonnenuntergang – in der ‘golden hour’ bei der Bergung einer australischen Yacht als Paparazzi dabei war.

Something's wrong in the Savusavu marina...Damn !! Stuck in the mud at low tide.Closing in with the dinghy. The water level is still rising.At high water the yacht is nearly afloat. (As are the local children.)

Die Beneteau hatte sich mit dem Kiel in der eigenen Mooringleine verfangen und diese anschliessend durchgescheuert. Zum Glueck ist das Schiff im weichen Schlamm vor den Mangroven steckengeblieben, von wo aus sie mit der Hilfe mehrerer Dinghies und eins Tauchbootes beim naechsten Hochwasser wieder rausgezogen werden konnte. Happy end ! So mag ich das.

Weight on the boom, lines to pull on the mast head, all set.Start your engines !Pull ! Pull ! Pull !!She's moving !!!

Back in deeper water and everyone's happy !!Local spectators.Beauty in the Va'a.Going back home just before sunset...

Noch ein freudiges Ereignis hab ich zu vermelden: mein Weihnachtspaeckchen ist angekommen !!! Nach acht Wochen Reise (Oesterreich => Fiji) hab ich nun endlich wieder einen vernuenftigen Computer. Mein altes MacBook Pro war ja bereits in der Karibik an einem schluck Wasser erstickt und der Ersatzrechner, ein MacBook Air, hat vor kurzem seine (SSD-)Festplatte entsorgt, womit ich bei meinem letzten Ersatzrechner, dem Bord-Navi-Computer in Form eines EeePC angelangt war. Zwar ein schnuckeliger, kleiner Laptop mit unglaublich niedrigem Stromverbrauch, aber zum Bearbeiten von Fotos und Videos zu schwach auf der Brust (CPU). So freu’ ich mich wie ein Kind an Weihnachten, nun endlich wieder einen Arbeitskollegen zu haben, der beim Tippen nicht hinterherhinkt. Heh. Das wird sich vermutlich auch positiv auf die Frequenz der Blogbeitraege auswirken, die in den letzten Monaten auf einen absoluten Tiefpunkt angelangt war. So long…

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Geplaetscher in der Bilge

Good News Everyone ! Dies ist der vielleicht letzte Beitrag ueber Motorkuehlung ! Ich weiss, dieses spannende Thema wird sicher vielen fehlen, wie auch ich beinahe schon aus Gewohnheit gleich nach dem Fruehstueck im Motorraum haenge und an den Schlaeuchen der Kuehlung rummache. Doch einige neue Entwicklungen werden mir nun die taeglichen Mechanikerarbeiten ersparen bzw. meinen Fokus auf eine andere Bilge im Salon richten.

Die Wasserpumpe - wieder schoen gemacht.Rueckseite mit Anschluss and die WelleTest-Setup mit elektrischer Pumpe und kurzgeschlossener WasserpumpeLeon bei der Fehlersuche

Ich habe so ziemlich alles probiert und letzten Endes habe ich dann in den letzten Tagen noch die Wasserpumpe gereinigt und aufpoliert, zwei neue Impeller eingesetzt, nochmal zwei Schlaeuche ersetzt, beide Pumpen nun parallelgeschalten und – tadaaaaaa: Bei der letzten Fahrt von Savusavu raus ans Resort hat der Motor NICHT ueberhitzt !! Ich bin zwar auch nur ganz gemuetlich mit 1500U/min dahingetuckert aber immerhin, das ist schon mal ein echter Erfolg. Auch muss man unserem Yamsi zu Gute halten, dass wir hier eine grandiose Wassertemperatur von 31˚C (!!) haben ! Da hat’s eine Motorkuehlung sowieso nicht recht leicht. Auch hab ich mir von Dieter mal ein Infrarot-Thermometer ausgeliehen und kann nun sagen, dass auch nach einer Stunde Fahrt der Motor nicht wirklich ueberhitzt: Am Zylinderkopf habe ich max. 62˚C gemessen, das Wasser aus dem Auspuff geht auf max. 52˚C. Also alles im geliebten, gruenen Bereich.

Nun mit beiden Pumpen im ParallelbetriebEs braucht 1800U/min und eine Stunde, bis der Motor ueberhitzt !Defektes Ventil des WassermachersUnd selbiges, wieder schoen gemacht.

Wenn man ein Teil repariert geht erwartungsgemaess wo anders was kaputt. Der naechste Patient liegt gleich nebenan in der Bilge im Salon: der Watermaker baut ploetzlich keinen Druck mehr auf. Ich vermute mal die Ursache in einem festgefressenen Ventil, das ich ausbaue und mit Feile und Sandpapier wieder restauriere. Nun springt dafuer ploetzlich die Druckvorpumpe nicht mehr an und ich kann die Membrane nicht entlueften. Tja. Naechstes Projekt…. Heh.

Gleich wird's kuehler - oder ?Unglaubliche Hitze, eine Stunde nach SonnenuntergangKategorie 5 Zyklon Ian fegt ueber Tonga hinwegRuhiges Wetter am Resort.

Die Regenzeit ist inzwischen ganz gut angekommen. Wir haben noch immer unglaubliche Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit, doch groebere Geschichten wie eben der Zyklon ‘Ian’ blieben uns zum Glueck erspart. Der Kategorie 5 Sturm ist nach Tonga abgezogen, hat dort fuer mittlere Verwuestungen gesorgt und verliert sich nun im Sueden. Gleichzeitig bildet sich eine neue Depression ueber Vanuatu/Neu Kaledonien.

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Orion, das neue Jahr und ein neues Kapitel im buch ‘Motorprobleme’

Wenn ich, wie eben gerade, am Bugkorb sitze und mich an die eingerollte Genua lehne, blicke ich genau in das Sternbild Orion. Endlich mal wieder eine relativ klare Nacht. Der Mond beginnt gerade einen neuen Zyklus und liegt mit seiner hauchduennen Sichel relativ genau hinter mir. Die Suvarov wiederum liegt seit ein paar Tagen vor Anker beim Costeau Ressort. Die Suvarov und ich – um genau zu sein. Die Capitana und die zwei kleinen Piraten sind nach einer mehrtaegigen Odysee ueber Nadi und Sydney nun in Buenos Aires angekommen und essen die naechsten Tage ausschliesslich Gegrilltes. Ich bin also alleine an Bord und kann tun und lassen was ich will. Haha.

Der Flughafen in SavusavuGui am check-inViola schaut mal, was die hier fuer schoene Sachen haben.Da kommt die Maschine !Pilot und Co-Pilotauf in's Flugzeugtraurige Gesichterein letzter Blick

Das neue Jahr begann ohne grossen Rummel in Savusavu und nachdem die letzten Tage kaum Wind war und es entsprechend (zu) heiss an Bord wurde, habe ich  – und lustigerweise auch alle anderen deutschsprachigen Schiffe in Savusavu zum Resort verlegt. Hier bummel wir also nun rum, gehen schnorcheln oder schrauben am Schiff.

Ich mache natuerlich eher letzteres und schreibe deshalb auch heute die naechste Folge der Artikelserie ‘Motor ueberhitzt’: Als ich vor zwei Tagen zum Resort getuckert bin hat nach ca. 15 Minuten ploetzlich die Kuehlung unseres Motors voellig ausgesetzt. Ich war schon ein wenig ueberrascht, muss ich sagen ! Dass wir Probleme mit der Kuehlung haben ist ja nichts neues. Aber die prinzipielle Wasserversorgung – sprich die Wasserpumpe – ist bisher noch nie ausgefallen. Gut. Ich mach also den Motor aus, montiere Schlaeuche ab, checke den Impeller, aber alles ist gut. Ich baue wieder alles zusammen und nach zwei Minuten laeuft auch ploetzlich wieder Wasser aus dem Auspuff. Die SY Tamora, die gluecklicherweise gleichzeitig mit mir ausgelaufen war, blieb waehrenddessen neben mir – fuer den Fall, dass ich nicht klarkomme.

Es geht also weiter Richtung Ressort. Wind war noch immer keiner und zum Ziel sind’s auch nur noch ca. 2.5 Meilen, also tucker ich so dahin bis nach fuenf Minuten die Kuehlung abermals aussetzt !???! Was nun ? Geht’s  – oder doch nicht – oder was ? Ich mache also wieder den Schlauch von der Wasserpumpe ab und lenke diesen in eine 5l-Flasche um, starte den Motor: aus der Wasserpumpe kommt nix – aber aus dem Motor gurgelt’s lustig raus und spritzt in den Salon. Fein – -09p* der Salon ist also gespuelt und die Wasserpumpe versagt voellig. Das ist ja mal was neues zum Thema ‘Sauna an Bord’. Waehrend ich so ueber dem Motor gebeugt vor mich hinschwitze, kommt in der Aussenwelt ploetzlich eine Brise auf. Untypischerweise aus NW kommend, blaest mich ein schnell auffrischender Wind an die ca. 0.5 Meilen entfernte Kueste. Waehrend ich mit der Tamora, die schon vorraus gefahren war, nochmal funke setze ich ein Stueck Genua und segle so mal Richtung Ankerplatz, waehrend meine Gedanken weiter um die Wasserpumpe kreisen. Ich rufeabermals Dieter von der Tamora und bitte ihn, mit dem Dinghy bereit zu sein, falls ich beim Ankermanoever Schwierigkeiten habe. Er kommt mir entgegen, waehrend ich langsam, mit 2.5kn in das Ankerfeld, bestehend aus sechs oder sieben Schiffen, gleite. Ich mache den Motor an und fahre in den Wind, lasse den Anker auf 15m fallen und es kommt wieder Wasser aus dem Auspuff.

Alles klar, oder ? Also mal geht’s und mal eben nicht: so einfach ist das !

Damit kann ich mich aber dennoch nicht so richtig zurechtfinden und so hab ich heute mal die folgenden zwei Experimente ausgefuehrt:

Experiment A:

Den abgehenden Schlauch der Wasserpumpe in einen Kanister umleiten und die ausstroemende Menge bei 1400U/min messen.

Ergebnis: 400l/h.  Was genau 50% der erwuenschten Menge entspricht.

Schluss: Die eingebaute Wasserpumpe liefert dieselbe Menge Wasser, die auch im Betrieb ueber den Auspuff ausstroemt. Das Problem liegt also an oder vor der Pumpe.

Experiment B:

Mit einer elektrischen Pumpe den Durchsatz des Bordeinlasses und den eventuellen Widerstand durch den Motor eruieren. Zum Test kommt eine Pumpe von Jabso, Typ: ‘Macerator’. Nenndurchsatz: 46l/m oder mit knapp 2800l/h dreieinhalb mal so stark wie die eingebaute Impellerpumpe. Getestet wird einmal die ausstroemende Menge direkt an der Pumpe, gemessen am Schlauch, der normalerweise die Mot0r-Wasserpumpe versorgt. Und spaeter optisch die ausstroemende Menge am Auspuff.

Ergebnis: Durchsatz ca. 40l/min. (Bei Anschluss an Motor, tritt eindeutig das Mehrfache der ueblichen Kuehlwassermenge am Auspuff aus.)

Schluss: Kein nennenswerter Widerstand vor der Pumpe,  ebenfalls nicht durch den Motor.

Luft im Wasserkreislauf ? Nein.Die elektrische TestpumpeDie vordere Haelfte des Pumpengehaeuses mit Bilgepumpe (ohne Impeller und 'kurzgeschlossen')Der hintere Teil des Pumpengehaeuses mit der Welle

Das Ursache der Ueberhitzung ist also eindeutig die Wasserpumpe, welche zwar deutlich mehr Wasser liefern koennte, aber eben nur 400 statt 800l/h durch den Motor pumpt. Die Impellerpumpe ist direkt an den Motor angebaut und wird durch eine Welle angetrieben. Die Welle hat kein merkliches Spiel und liess sich beim vorsichtigen Versuch mittels Schraubendreher auch nicht drehen, ist also vermutlich intakt. Der Impeller hatte keine Abnutzungsspuren und das Pumpengehaeuse ebenfalls kaum.Da teilweise kein Wasser ausstroemt muss wohl der Impeller durchrutschen bzw. manchmal voellig blockieren. Oder jemand hat die original Wasserpumpe gegen ein identisches Modell mit halber Liefermenge ausgetauscht. Haha.

Also bleibt vorerst nichts anderes uebrig, als mal einen neuen Impeller probieren und evtl. die elektrische Pumpe bei der naechsten Fahrt bereit zu haben.

Ein Wasserflugzeug landet und faehrt kurz danach quer durch den Ankerplatz zum Steg des Ressorts.Yanmar 3QM30H waterpump, side

* eine Ameise verlor eben ihr Leben auf dieser Tastatur. Die Zeichen ‘-09p’ sind eine Art virtuelle Gedenkstaette.

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Weihnachtsessen auf Fiji

Ich lebe ja schon ein etwas chaotisches Leben – eigentlich immer schon. So ziemlich der einzige Fixpunkt im Jahr ist fuer mich Weihnachten, das ich wenn moeglich mit meiner Familie verbringe. Und am 25.12. gibt’s jedes Jahr bei Grossmutter einen legendaeren Truthahn als grosses Weihnachtsessen. Einer meiner essenstechnischen Hoehepunkte im Jahr !

A house in the beautiful little villageOpening the Lovo, the traditional earth ovenKnox preparing coconut milkPure nature, pure freshness

Meine Familie kann ich ja leider nicht besuchen, doch haben wir einen guten Ersatz fuer’s Weihnachtsessen gefunden: Vor zwei Tagen wurden wir von einem unglaublich netten Fijianer zum Essen eingeladen. So kam es, dass wir heute ein Stueck aus Savusavu raus und in’s Innere der Insel gefahren sind, um dort Weihnachten in einem kleinen Dorf mit 123 Einwohnern zu verbringen. Nur wenige haben das Vergnuegen, wirklich ruhige Weihnachten zu feiern. Aber im Schatten eines Baumes zu sitzen und zusammen mit einer voellig fremden, aber umso mehr liebenswerten und vor allem unbeschreiblich gastfreundlichen Familie den Weihnachtsfeiertag zu verbringen ist schon was besonderes.

The feast can begin.Drinking cava in the shadow of a mango treeThe head of the family (left) leading the musicEveryone can play the guitar it seems

Das Festessen wurde ganz traditionell im ‘Lovo’ zubereitet. Heisse Steine liefern die Waerme fuer die Speisen, die mit Palmblaettern und Taro-Blaettern bedeckt werden. Nach eineinhalb Stunden ist alles gegart und schoen verpackt in weitere Palm- und Taroblaetter werden Fisch, Huehnchen und Schweinefleisch herausgenommen. Natuerlich auch jede Menge Gemuese also Taro, Brotfrucht, und kleine Pakete mit Fisch, Zwiebeln und Gewuerzen, welche wieder in Blaettern verpackt und in Kokosnusshaelften zum garen lagen. Nach dem Gelage, welches im Haus stattfand gab’s erst mal ein Erfrischungsbad im Bach hinter’m Haus und dann wieder auf die Pandanussmatte unter’n Mangobaum: Cava trinken ! Endlich werden wir in diese wichtige Melanesische Tradition eingefuehrt und trotz aller Warnungen finde ich das Getraenk durchaus geniessbar – auch wenn’s keinerlei Effekt erzielt. Aber das Ritual an sich und dann noch mit wunderschoenen mehrstimmigen Liedern untermalt, machen dieses Weihnachtsfest zu einem wirklichem Erlebnis. Waehrend wir sitzen und lauschen, toben die Kinder stundenlang im Bach. Tolle Weihnachten – das wird uns noch sehr, sehr lange in Erinnerung bleiben.

The kids having fun with a little 'raft'Just beautifulJumping from the roots of another mango treeHours later - still in the water

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Tropische Zyklogenese

Mit all den Motorarbeiten hab ich in den letzten Wochen mein eigentliches Lieblingsblogthema ganz in den Hintergrund gleiten lassen: das Wetter.

Der See-Wetterbericht hier in Fiji ist ja immer ganz lustig. Obwohl in den letzten Wochen kaum Wind war, hatten wir regelmaessig Sturm- und Regenwarnungen. Bei 15-20kn Wind wird sehr oft schon von ‘grober See’ gesprochen und letztens wurde bei 25kn Wind sogar vor ‘sehr grober See’ gewarnt. Die Jungs und Maedels aus den Fijianischen Wetterbuero kommen wohl nicht so oft raus aus dem Buero, denn dann wuerden sie wissen, dass man erst bei Wellenhoehen von 4-6m und Brechern von ‘grober See’ spricht. Ich will damit nicht sagen, es sei falsch, die Seeleute vor gefaehrlichen Bedingungen zu warnen. Doch wenn man immerzu ‘Feuer, Feuer’ schreit, dann wird keine Feuerwehr kommen wenn’s mal wirklich brennt. Ich weiss, diese Analogie passt nicht wirklich – aber ihr versteht, wass ich meine, oder ?

Aehnliches konnten wir 2011 auf den Kanaren beobachten, wo ein uebereifriger Mitarbeiter der lokaen Behoerden *jedem* VHF-Sewetterbericht zwei DSC-Alarme voranstellte. Dies bewirkt, dass ein jedes Funkgeraet sechs mal am Tag mit fuerchterlichem Laerm die gesamte Crew aufscheucht und fuehrte in weiterer Folge dazu, dass beinahe alle Boote ihre Funkgeraete ausschalteten ! Wir hingegen wichen auf das Handfunkgeraet aus, welches kein DSC unterstuetzt. Hoffentlich wurde diese sinnlose und gefaehrliche Praxis mittlerweile eingestellt.

Global Tropics Hazard OutlookTropical wave - infraredTwo lows form on 20131225Outlook for friday - not so good.

So. Nun aber zum eigentlichen Anlass des heutigen Beitrags: Eine der wichtigsten Aufgaben des Wetterbueros in diesen Breiten ist es, die Allgemeinheit vor der Gefahr durch Wirbelstuerme zu warnen. Und zur Zeit lese ich von keiner Warnung. – Obwohl meiner Meinung nach die Situation durchaus gefaehrlich ist ! Wikipedia listet sechs Bedingungen, die zur Entstehung eines tropischen Zyklons benoetigt werden:

  1. Ausreichend warme Meeresoberflaeche von mindestens 26.5°C. – check
  2. Atmosphaerische Stoerung. (tropische Stoerung noerdlich Fiji bis Tonga) – check
  3. Hohe Luftfeuchtigkeit in den unteren Schichten der Atmosphaere. – check
  4. Genueged Coriolis Kraft. (hier in der Naehe des Aequators immer zutreffend) – check
  5. Vorhandenes Tief oder Stoerung. (zwei Tiefs in Entwicklung noerdlich Fiji) – check
  6. Wenig vertikale Windscherung (etwas schwer zu beurteilen) aber vermutlich ebenfalls zutreffend.

Zwei weitere, etwas allgemeinere Faktoren fehlen hier noch: Und zwar El Nino, welcher die Zyklonhaeufigkeit beeinflussen kann. – Haben wir aber dieses Jahr nicht. Und dann noch die Madden-Julian-Oszillation. Letztere hat sehr starken Einfluss auf die Sturmhaeufigkeit. In einer wissenschaftlichen Arbeit, welche 2009 das Gebiet Fiji-Samoa-Tonga untersuchte, wurde festgestellt, dass bei aktiver MJO die Zyklonhaeufigkeit um Faktor fuenf (!!!) erhoeht wird. Laut aktueller Beobachtung dieses Phaenomens, welches im 30-60 Tagesrhytmus im Indik auftritt und nach Osten wandert, wird die MJO in einigen Tagen den Westpazifik erreichen. Die MJO ist zwar nicht besonders ausgepraegt, verstaerkt aber mein mulmiges Gefuehl.

Hoffen wir mal, dass Fiji’s Wetterfroesche wissen, was sie tun. Ich wuerde mich in dem Fall freuen, wenn ich falsch liege.

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Mal wieder raus aus dem Nakama Creek

Ab und an fahren wir mal raus aus der Anchorage und ein wenig Luft schnappen, draussen am Riff. Nur vier Meilen entfernt liegt das Cousteau Resort, am aeussersten Zipfel der kleinen Landzunge, welche die Savusavu Bay im Sueden umschliesst. Dort, in unmittelbarer Naehe zur offenen See ist das Wasser wesentlich schoener, wenn auch trotzdem weit weg von wirklich klar, es gibt eine leichte, kuehlende Brise und die Insekten sind weniger laestig.

Motorfahrt ueber spiegelglattes WasserSelbstportrait am BugWeihnachtliche Details im SchiffsinnerenDie Kinder gehen auf Landausflug

So ein kleiner Ausflug hebt wie auch letztens schon beschrieben das Gemuet. Und wenn man dann ins Wasser taucht und die Vielfalt der hisigen Fische sieht macht das den Tag. Dabei ist hier beileibe kein guter Tauch- oder Schnorchelspot. Da muesste man etwas weiter raus zu den kleineren Inseln fahren oder zum Beispiel zum benachbarten Namena. Dort wollen wir auch noch hin demnaechst. Soll ein absolut atemberaubendes Tauchgebiet sein. Aber fuer’s erste reicht’s uns, ab und an den Mangroven zu entkommen und Savusavu hinter uns zu lassen.

Viele Fische und Bruno und Silke (SY Tamora) im HintergrundEcht. Viele. Fische.Clownfische - die Kinder lieben sie.Mehr Fischlein

Wie auf einem Bild zu sehen, ist die Suvarov schon festlich geschmueckt. Die Kinder hatten irren Spass dabei, Kugeln, Girlanden und kleine Engel ueberall anzubringen und Viola hat stundenlang Papiersterne ausgeschnitten und um’s Cockpit geklebt. Ansonsten bekommt man vom Jahresend-Konsumfest hier nicht viel mit. Kein Shoppingrummel, keine gestressten Menschenmassen auf den Strassen, keine dieser furchtbaren Weihnachtslieder. Richtig schoen.

Noch mehr FischliKleine Koralle mit noch kleinere FischleinWie im AquariumSieht aus wie Tiefsee, ist aber nur auf 6m unter einem kleinen Ueberhang.

In dem Sinne wuensch’ ich all unseren Bloglesern und Freunden schoene, ruhige Weihnachten ohne Komsumrausch und ein tolles Jahr 2014 !!

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Die Maroroya Wasserfaelle

Bei all der Hitze im Motorraum (und im Freien) versuchen wir alles, um die Koerpertemperaturen und Gemueter zu kuehlen. So sind wir vor ein paar Tagen zusammen mit der Crew der SY Time Lord losgezogen und haben die Maroroya Wasserfaelle besucht. Der kleine Trampelpfad beginnt kurz vor dem Nakawaga village und fuehrt durch tropische Vegetation zu den Faellen. Nur etwa eine halbe Stunde spaziert man im Schatten des Dschungels und hoert schon bald das Rauschen durch das dichte Gruen dringen.

Aussichts-FelsTolle BlumeFleckiges GewaechsIntensiv Lila

Die Kinder haben einen riesen Spass bei dieser Wanderung und der Hoehepunkt – namentlich das Bad im frischen Suesswasser will nicht enden. Man kann durch die beiden kleinen Pools auch bis direkt unter den Fall schwimmen. Und dort, wo das Wasser ruhiger ist finden wir kleine Flusskrebse, die von den Kindern eingesammelt, aber wieder freigelassen werden.

Diese erinnert an HerbstfarbenGesichterBesser...Wir sind am Ziel

75% LoslocosFlusskrebse fangenDschungelPflanzen auf Pflanzen

Nach einem ausgedehnten Picknick geht’s wieder zurueck zur Strasse, wo wir ein Taxi rufen. Da die Anfahrt dauert und wir nicht in der prallen Sonne warten wollen, laufen wir nochmal ein paar hundert Meter und steigen dann in ein Bachbett hinunter, das uns nach ein paar hundert Metern zu einem Fluss fuehrt, wo wir abermals im Wasser rumtoben.

BlattDer Weg zum FlussDer Fluss mit ueppigen Bambusbuescheln im HintergrundNochmal schnell erfrischen, bevor's retour geht.

Solche Ausfluege sollten wir oefter mal machen. Das hebt echt die Stimmung in der  ansonsten eher trostlosen Anchorage. Wird auch. Die Motoraktion ist ja erst mal – wenn auch wenig erfolgreich – abgeschlossen.

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Heisse Tage

Neuigkeiten von unserem eisernen Patienten: Nach zirka zehn Einlaeufen mit  5% H2SO4 sieht der Zylinderkopf wieder wie neu aus. Und die Opferanoden sind um 50% geschrumpft. Heh. Aber das Problem bleibt leider. Im Leerlauf ist alles gut, doch sobald der Motor belastet wird, ueberhitzt er nach drei Minuten. Zehn weitere Minuten spaeter sieht man schon Dampf aus dem Auspuff steigen.

Before......and after.The water pumpnew gaskets made from scratch

Gestern hab ich dann nochmal den Impeller angesehen und sicherheitshalber getauscht, hat aber auch nichts geaendert. Des weitern hab ich dann noch den Seewassereinlass und den Filter gereinigt, womit nun also wirklich 100% aller Bestandteile des Kuehlsystems angesehen wurden.

Rainy daysjogging gearFresh fruits with three kinds of bananasYanmar 3QM30H cooling system

Meine letzte ‘Hoffnung’ ist folgendes: Irgendwie scheint’s mir, als ob da deutlich mehr Kuehlwasser aus dem Auspuff kommen sollte. Vielleicht war das ganze System von Anfang an falsch und wir haben einfach eine Seewasserpumpe, die zu klein dimensioniert ist ?  Die Anleitung sagt, es sollten 800l/h bei 1400 Umdrehungen umgewaelzt werden. Das werde ich spaeter mal kontrollieren. Aber sonst hab ich dann langsam echt keine Ideen mehr. Hat jemand noch Tipps fuer mich ??

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Der japanische Patient

Gibt nicht viel zu tun in Savusavu. Das wussten wir ja schon bevor wir hier eintrafen. Gui kuemmert sich also um die Fluege und Visas, denn wir werden in der Regenzeit nach Argentinien fliegen. Gui wird dort wie auch letztes Jahr an den neuen Kollektionen fuer Coquito arbeiten und die Kinder duerfen sich mit den Grosseltern vergnuegen.

Frueh morgens in SavusavuSpiegelglattes WasserUnsere mini-Nachbarinsel, heute mal doppeltBruno und der iPod. Unzertrennlich.

Und was macht der Captain ? Schrauben. Eh klar ! Ich kann ja nicht so lange still sitzen und Arbeit gibt’s nach wie vor genug auf der Suvarov. Der Motor neigt ja immer wieder mal zum ueberhitzen, so hab ich nochmal das gesamte Kuehlsystem auseinandergenommen. Verschiedene Tipps der Bootsnachbarn und von Leon (der lokale Mechanik-Guru) wurden alle ausprobiert. Gecheckt wurde alles vom Kuehlwassereingang, Schlaeuche, Impeller, Kruemmer, Wassersammler bis zum Auspuff. Aber das Problem ist IM Motor – das war eigentlich auch schon vorher klar.

Der japanische PatientEin Kristall ? Nein - eine Opferanode.Der Deckel mit der vorderen Anode - und die Silikon(!!!)-'Dichtung'Das innere unserer Tropfsteinhoehle

Beim letzten Versuch, das Kuehlsystem zu reparieren irritierte mich, dass ich an der Stelle, an der ich es vermutete, kein Thermostat vorfand. Diesmal – mit Werkszeichnungen ausgestattet – konnte ich verifizieren, dass es wirklich fehlte ! Zum Glueck hab ich dann auch irgendwo in einer Schachtel mit Motorteilen gleich vier Thermostate gefunden, die alle voll funktionstuechtig waren und nur gereinigt werden mussten.

Die naechste Ueberraschung war der Luftfilter, den ich nebenbei reinigen wollte: der war naemlich gar nicht vorhanden ! Tja. Details… Naechster Schritt: Die Opferanoden muessen gewechselt werden. Sehr gut ! Denn hierbei kann ich auch gleich in den Motor, also in die Kuehlwasser-Kanaele des Zylinderkopfes sehen. Wieder eine kleine Ueberraschung: Statt einer Papierdichtung am vorderen Deckel war doch glatt mal wieder Haushalts-Silikon (!!) verwendet worden. Am Zylinderkopf !! Am hinteren Deckel war gleich gar keine Dichtung drin. Hehe. Gui hat mir dann schoene, neue Dichtungen zugeschnitten – Dichtungspapier haben wir zum Glueck an Bord.

So sollte das eigentlich aussehenDer Mischer - in dem Auspuffgas und Kuehlwasser zusammenkommenEntrostet und neu lackiertUnser Patient bei der Chemotherapie - mit ausstroemendem CO2

Der Blick ins Innere des Motorraumes erinnerte mich dann stark an eine Tropfsteinhoehle. Stalagmiten und Stalagtiten ueberall – und die Zinkanoden haben sich in Kristalle verwandelt. Richtig schoen ! Nur dass der Motor auf diese weise verkalkt nicht mehr gut kuehlt, ist auch klar. Laut dem allwissenden Internet sollte man solcher Verschmutzung mit Essigsaeure entgegenwirken – moeglichst regelmaessig. Doch sowas gibt’s hier nicht. Seit Gestern spuele ich das Kuehlsystem mehrmals taeglich mit ca. 5%iger Schwefelsaeure. Im Motor rauscht und gurgelt es und aus der Oeffnung oben am Zylinderkopf sieht man das CO2 ausstroemen. Schoenes Chemie-Experiment fuer unsere Schulkinder.

Nebenbei wurden dann noch einige Kleinteile entrostet, Schlauchkleppem und Schlaeuche erneuert, Oel gewechselt etc. Eine rundum-Kur fuer unseren kleinen Yamsi.

Unser Kuddel ist im uebrigen ein Yanmar vom Typ 3QM30H mit Salzwasserkuehlung. Und weil ich selber so lange danach suchen musste: eine Service-Anleitung hab ich hier gefunden !

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In den Mangroven

Bei der Hitze und der stehenden Luft kommt nicht so richtig Lust auf, grosse Unternehmungen zu starten. Wir warten also den naechsten Regen ab und paddeln los ins benachbarte Gemuese. Naja. Gemuese ist’s ja eigentlich nicht – die kleine von Mangroven umringte Insel wollen die Kinder erkunden. Im Regen geht das – ansonsten waer’s mir ohne Wind gerade etwas zu heiss.

Es regnet. Ideal fuer einen Ausflug in die Nachbarschaft.Was versperrt uns da den Weg ?Frische MangrovenwurzelnMehr Wurzelwerk, Licht- & Schattenspiele

Wir paddeln also zwischen den Mangroven hin und her, beobachten Voegel, die sich hier verstecken und versuchen (leider erfolglos) ein paar Geckos fuer’s Schiff zu fangen. Die koennten wir gut gebrauchen, quaelen uns doch Nachts immer wieder Moskitos. Unseren Weg versperrt uns ein Teil eines Schwimmpontoons, der sich wohl irgendwann mal losgerissen hat und nun hier dahinrostet.

Quer ueber die kleine InselUeppige, tropische VegetationUnd raus auf der anderen SeiteAlles entdeckt, geht's wieder zurueck

Am Rueckweg finden wir einen kleinen Trampelpfad, der uns durch die ansonsten undurchdringliche Wildnis auf die andere Seite der Insel fuehrt. Leider habe ich wegen dem Regen nur die kleine, wasserdichte Kamera mit. Die ‘grosse’ haette hier sicher schoener Fotos gemacht – aber was solls. Hauptsache, es gibt was zu gucken.

A Panorama of SavusavuBruno and Viola at schoolThe neighbour island we explored earlierA view to the west with the marina on the left and the ferry dock in the back

Ach und weil ich gerade so im Fotofieber war, bin ich auch gleich mal wieder auf den Mast gestiegen und hab nochmal die Anchorage fotografiert. Von oben wirkt das Wasser eigentlich recht schoen. Aus der Naehe leider nicht und oft riecht’s auch nicht so gut – auch wenn ich hoffe, dass es einfach nur der schlammige Grund ist, der bei Niedrigwasser seine Faulgase abgibt. Gut sehen kann man auch die Copra Shed Marina, mit den  paar kleinen, davor liegenden Stegen. Dort halten wir uns oft an den heissen Nachmittagen auf, wenn’s am Schiff nicht mehr auszuhalten ist. So koennt ihr euch ein Bild machen, wo wir also die naechsten Monate leben werden.
(Schon furchtbar, oder ? – Vergesst nicht die Moskitos ! ;-)

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