Ueberraschungsparty und… endlich mal wieder segeln.

Ich liebe das… wenn alle sich verschwoeren und hinter meinem Ruecken kichern und ich bekomm’ nichts mit, lauf’ ohne irgendwelche schraegen Gedanken bei meinem Bruder in den Garten und TRÖÖÖÖÖÖÖT, TADAAAA !!! Da stehen und sie alle… Freunde von nah und von weiter weg, alleine oder mit kompletter Familie. Es beginnt heftiges Druecken, haeufiges Prosten und mir drueckt’s die Traenen in die Augen. Da fleuchte ich mal kurz ins’ Baumhaus.

Grosse Tafel mit vielen alten Freunden (und vielen neuen Kindern)Die LosLocos fluechten sich mal kurz in luftige HoehenBruno darf Wirt spielenLagerfeuer. Mal nicht mit getrockneten Kokosnuessen, sondern mit Buchenholz.

Gefeiert wird bis spaet in die Nacht. Und Geschichten erzaehlt und gestaunt, wie riesig inzwischen saemtliche Kinder wurden und wieder neue Geschichten…. Einfach traumhaft.

Ouuh yeah ! Racing !Absoluter traum SegeltagMal nicht Skipper spielen. Auch schoen.7.7kn. Am Wind, bei 3 Bft. Ohne Anstrengung.

Und damit ich nicht irgendwie abstinent werde oder gar sentimental holt mich dann Guenther ab und ich darf endlich mal mit einem ‘gscheiten’ Schiff segeln. Zum drauf leben waer’s ein bisschen eng auf der Platu 25. Aber endlich mal nicht der langsamste im Feld zu sein, sondern im Gegenteil im Prinzip beinahe alle anderen Segler stehen zu lassen, das macht schon Spass. Nur Roland und Christine zeigen uns die Grenzen auf, als sie mit dem Tornado und vermutlich Knoten mehr als wie vor uns vorbeiziehen.

Die Kulisse ist auch ganz gut.Viel Verkehr hier. Vorrangregeln habe ich in den letzten 3 Jahren vergessen..... Zum Glueck bin nicht ich am Steuer. ;-)DA ist der Wirtn !Kurzes Erfrischungsgetraenk zwischendurch...

Ja. Binnensegeln ist auch was feines. Bei strahlendem Wetter, tuerkisgruenem, glasklaren und trinkbarem Seewasser. Keine Salzkruste an Deck, keine Dusche nach dem Baden und eine schwimmende Bar gibt’s auch noch. Wir sammeln unterwegs noch ein paar Freunde an verschiedenen Badeplaetzen ein und segeln an’s andere Ufer auf einen ‘Sommerspritzer’. Mmmmh. Salzkammergut. Salzkammersehrgut !!

Klassisch....und modernSportlich unterwegs...und Vollgas !

 

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Heimkehr ins Knoedelland

Nach eineinhalb Tagen im Flugzeug und unendlichen, sinnlosen ‘Sicherheitskontrollen’ erreichen wir endlich Muenchen. Meine Eltern erwarten uns am Flughafen, wir befuellen das Auto mit unserem endlosen Gepaeck und duesen nach Oesterreich. Hier erwartet uns schon meine Schwester mit lecker Essen und vielen Semmelknoedeln ! Mmmmh.

Arrived in Munich after 36 hours of flightThe family back togetherIn the car, on the way to Austriaand arriving at my parent's house

Waehrend die Grossen etwas mit dem Jetlag kaempfen, haben die Kindern endlos Spass mit ihren Cousins und ihren neuen Fahrraedern. Heute geht’s zur Oma, wo uns eine andere oesterreichische Spezialitaet erwartet: Marillenknoedel ! Hehehe. Spaeter mehr…

First thing in the morning: getting fresh berries from the gardenAnd the kids get long awaited bicycles !Viola forgot how to ride a bike...but we're getting there.

 

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Check-in

Wir haben’s geschafft ! Die Suvarov haben wir sauber, sicher und gut geparkt in der Marina gelassen. Wir haben ein Kombi-Taxi bis unter’s Dach mit unseren Taschen gefuellt, sind puenktlich zum Flughafen und dann hmmm dann hiess es erst mal stopp. Obwohl wir das Gewicht unserer insgesamt zehn Gepaeckstuecke mehrmals gemessen haben, muss uns wohl irgendwo ein kleiner Fehler unterlaufen sein, denn wir waren doch ein wenig ueber’m Limit (von 30kg pro Person). Aber wir haben das Gewicht nochmal geschickt neu verteilt und ein paar alte, argentinische Tricks angewandt und dann konnten wir doch irgendwie sechs Gepaeckstuecke abgeben.

The Suvarov in her berth at the Scarborough marinaMoving outWhat an enormeous amount of luggage !Arriving at the airport

Nun haben wir ‘nur’ nuch unsere vier etwas grossen aber gerade noch legalen Handgepaeckstuecke und warten auf den Flieger. Pfuh !!! Wieder einen Schritt weiter. Noch immer schnallen wir alle noch nicht so recht, was hier eigentlich passiert und laufen mit unseren Fuessen und Koepfen irgendwo in den Wolken so rum. Aber es wird dann wohl ueber die naechsten Tage dann langsam einsickern… In 90 minuten sind wir dann jedenfalls in der Luft ueber Brisbane und auf dem Weg nach Bangkok. Yay !!

Yeh. The LosLocos like it internationalA bit scary to arrive with that at the check-in counter.Queuing. Something new for us.Not our plane. But we like the name. (for Ma)

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Die letzte Seereise

Es ist soweit. Der Tag der letzten Seereise beginnt also nun doch…. Am morgen kommen John und Nia von der SY Zeitgeist und helfen uns, die Mooringleinen zu entfernen und dann verlassen wir die wunderbare, kleine Anchorage vor’m Botanischen Garten. Der Zeitpunkt der Abreise ist genau bestimmt, denn wir wollen die auslaufende Tide fuer die 12nm Fahrt bis zur Flussmuendung nutzen.

Chillin' in the parkThe botanical garden - our garden for three weeks.Bruno at the playgroundViola in action

Also geht’s um 10:45h los, Hochwasser ist um 11:20h. Wir tuckern durch Brisbane und geniessen den strahlend blauen, aber dennoch kalten Wintertag. Um kurz nach Zwoelf bunkern wir noch schnell ein wenig Diesel an der Rivergate Marina und kurz darauf sind wir wieder auf See, in der Moreton Bay. Perfektes Segelwetter, keine Wolke am Himmel und stabile 25-30 Knoten aus WSW sorgen fuer ordentlich Fahrt. Anfangs hatten wir noch Bedenken, ob wir ueberhaupt noch bei Tageslicht ankommen wuerden, doch mit 7-7.5kn Fahrt erreichen wir Redcliffe bereits um kurz nach Drei. Ein rasanter und schoener letzter Segeltrip !

An Iguana in the middle of the cityNot afraid at all (both Gui and the Iguana)Shopping crazyness at Woolworth'sKangaroo meat (nice !)

In der Marina wird’s dann etwas chaotisch. Uns wird ein viel zu enger Platz in der hintersten Ecke zugewiesen und es braucht einige helfende Haende und lange Festmacher ueber Winschen, um die 15t Suvarov bei 27kn Wind an ihren Platz zu buechsieren.

Going to town with my beautiful ladySkyscrapers in BrisbaneIn the public libraryLast day at the moorings in the city

Nun hat die Suvarov also ihren letzten Hafen erreicht, steht in der Scarborough Marina an Jetty E1 und wartet auf den naechsten Eigner, der sie dann wieder in den Pazifik raussegelt.  Die LosLocos sind emotional etwas durchgeschuettelt. Zu viel war los die letzten Tage, zu viele Taschen gepackt, der Abschied von drei Jahren Leben auf See steht bevor… Morgen werden wir nochmal das Schiff gruendlich waschen und schrubben und am Mittwoch um 14h steigen wir dann in den Flieger nach Bangkok, dann weiter nach Istanbul und letzten Endes nach Muechen. Yay !

Fast sailing in the Moreton Bayleaving Brisbane behindReally nice, really fast sailingRedcliffe, the final destination of the Suvarov

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Brunos dritter Geburtstag auf See und wir starten den Umzug

Als wir vor ueber drei Jahren in Berlin zu unserer Reise gestartet sind, war Bruno noch zarte vier Jahre. Sein erster Geburtstag auf See wurde in Glowe, auf Ruegen gefeiert. Gemeinsam mit seinem besten Freund Victor. Nun feiern wir seinen achten Purzeltag in Brisbane, es ist Winter und doch laufen wir barfuss im Park rum und nuetzen die gratis Griller, die die Stadtverwaltung hier aufgestellt hat.

Birthday cake with lots of berriesIn the parkExcitement !The gang

Zusammen mit unseren Nachbarn und deren Kindern veranstalten wir ein ordentliches Gelage und erst wenn wir uns vor lauter Essen kaum noch bewegen koennen, starten wir zurueck Richtung botanischen Garten. Aber es geht weiter, ab in die City wo die Spielautomaten und jede Menge Tokens auf die Kinder warten. Eine Stunde wird gezockt und geballert, dann geht’s in’s 3D-Kino, um den Tag einen eindrucksvollen Abschluss zu geben. Dank der Uebermenge an Zucker sind die Kinder noch immer voller tatendrang und niemand muss getragen werden als es spaeter im Dunkeln wieder zum Schiff geht.

at the gamesAnd Pacman also still exists !Moving our householdFirst of three dinghy runs

Unser Schiff wird auch langsam leer. Neun Kisten haben wir gepackt und sind nun auch schon unterwegs richrung Europa. D.h. alle Buecher, einige Kuechenutensilien, Gui’s unendliche Stoff-Vorraete fuer Coquito und die meisten Spielsachen sind von Bord. Was bleibt wandert in zwei Wochen dann in die Reisetaschen. Immerhin haben wir zu viert 120kg Gepaeck und nochmal 32kg Handgepaeck zur Verfuegung. Das duerfte fuer den restlichen Hausstand reichen.

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Die ersten Tage in Brisbane

Die ersten Tage waren kalt. Seeeehr kalt ! Wir hatten unsere warmen Sachen nach der Ueberquerung der Biskaya im August 2011 weggepackt. Knapp drei Jahre spaeter stellen wir nun das Schiff auf den Kopf, um all die begehrten Kleidungsstuecke wiederzufinden. Und tatsaechlich finden sich Hosen mit langen Beinen, ganz komische T-Shirts mit langen Aermeln aus Wolle (??) und so bunte, schlauchartige Sachen, die man ueber die Fuesse stuelpen kann…. Die Kinder finden das alles unglaublich lustig waehrend der Skipper die beim Anziehen aufkommenden Erinnerungen an grau-kalte Wintertage am liebsten verdraengen moechte.

The warm clothes come out after three years...Prepared for the coldAfter shopping at the 'big W'A little green in the city centre

Derart eingepackt in unsere ‘Wintersachen’ ziehen wir los in die Stadt, um noch mehr Isolation gegen die Kaelte zu erstehen. Ganz oben auf der Einkaufsliste stehen Schuhe fuer die Kinder. Nach einer Stunde sind wir dann endlich alle korrekt ausgeruestet und nun koennen uns die Temperaturen in Brisbane nichts mehr anhaben, waehrend wir das tolle, unglaublich neu wirkende Stadtzentrum und die schoenen Parks erkunden.

The Suvarov moored at the botanical gardenBruno and Viola having fun in the parkYeah, that's really an AC/DC pinball machine !Winter bloom

Wir moegen diese Stadt. Nicht, dass wir sie einer tropischen Insel vorziehen wuerden, doch das Leben hier ist mal auf eine andere Art einfach: man bekommt Lebensmittel in hoher Qualitaet an jeder Ecke. Ohne erst Stundenlang zu trampen oder ewig mit dem Dinghy rumzupaddeln. Der Nachteil: waehrend wir auf See neun Tage benoetigten, um eine kleine Muelltuete zu fuellen, schaffen wir das hier locker in einem Tag. Willkommen zurueck in der westlichen Konsum-Welt !

Ella's pink ladyOcean going rowing boatThe tiniest ocean going vessel - for the *really* crazy ones !A vewi upriver from the footbridge at the botanical garden

Was wir sonst so treiben… Wir versuchen den Transport unserer Sachen zu organisieren, raeumen das Boot auf  und um, sprechen mit unserer Agentin, die den Import und Verkauf organisiert, haben Spass mit John un Nia von der SY Zeitgeist und verbringen endlose Stunden im Internet – mit der schnellsten Verbindung, die wir seit Jahren hatten !

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Noch ein paar Daten und Fakten zum letzten Toern

Und gleich noch ein Beitrag. Diesmal fuer die Segler. Hier geht’s nur um Zahlen und die nenne ich diesmal gerne, denn es war der mit Abstand schnellste Trip unserer Reise.

Crossing the Landsdowne BankApproaching Brisbane (the distance from the lighthouse to the river entrance is about 40nm)Tacking, tacking, tacking. Against 25knots. *rrr*And under engine up the river - at night.

Also, los geht’s: Von Tanna, um Neu Kaledonien rum nach Brisbane sind wir insgesamt 1238nm gesegelt und dafuer haben wir 219 Stunden benoetigt. Das gibt eine Durchschnittsgeschwindigkeit von fantastischen 5.70 knoten ! Spitzengeschwindigkeit (als uns eine Welle anschob) waren 9,9kn. Und unsere Etmale betrugen: 141, 144, 150, 126, 136, 142, 125, 130 und 123nm.

Lovely ripple cloudsA tanker passingInto the wind. Always into the wind...3rd reef

Der Wind kam im Durchschnitt aus SuedOst mit einer Staerke von 5 Beaufort. Unser Minimum war eine Staerke 2 aus Sued und das Maximum stolze 9 Beaufort aus Sued (42 Knoten laut Anzeige). Niemals zuvor haben wir auch nur annaehernd so viele Schiffe auf hoher see getroffen: zwei Fischtrawler, zwei Tanker und ein Kreuzfahrtsschiff. Waewhrend der Ansteuerung nach Brisbane nochmal sechs Schiffe. Den Fluss rauf war dann natuerlich eine ganz andere Geschichte. Wir haben die letzten Jahre ausschliesslich auf Tropeninseln verbracht und keine echte Stadt gesehen. Nun fahren wir ploetzlich einen Fluss hoch mit Speed-Faehren, die von links und rechts kommen, jede Menge Schiffe, die ueberall verstreut ankern, Bojen, Moorings, Stege, starke Stroemung… Dunkelheit und grelle Lichter der Stadt…. Die Augen und der Skipper, der die letzten 48 Stunden nicht geschlafen hat, sind etwas ueberfordert. Doch alles laeuft gut, wir finden einen guten Ankerplatz und schlafen den seligen Schlaf der Segler, die nach einem rauhem Toern sicheren Hafen erreicht haben.

Oh. Und ich hab noch ein kleines Video. Etwas wenig action – aber Segler finden es moeglicherweise interessant…

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Von Vanuatu nach Australien – die Fotos

Und hier die fehlenden Bilder vom letzten Toern Vanuatu -> Australien. Viel Spass !

We leave Tanna and wave good-bye to our friends on the SY Kira...past that beautiful beach we've been hanging out a few times...And around the corner where the wind picks upSailing on the wind for many days...

The first sunrise out on sea - and one of the last ones for us.And again: beating against the windUntil everything is encrusted in a layer of salt.The capitana on the wheel during a gust

The cirrus uncius clouds predict more wind !And the wind comes......with frequent squalls...But the kids still have a lot of fun. Heh.

Storm petrels are the other species out here having fun with 40knots of wind.I watch them for hours gliding 30cm above the waves.Finally we aproach the entrance to Brisbane.For the first time since the North Sea (!!) we're wearing the foul weather gear.

Right in the harbour entrance a big freighter wants to overtake.Wow ! A real harbour !...and a real city !!A lot of industry down at the river entrance

But we continue up the river towards the city.Entering Brisbane at nightfallIMPRESSIVE  - especially after two years spent only on tropical islands.A different view in the morning (from the kitchen window)

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Und noch ein paar Fotos aus Tanna / Vanuatu

Die Bilder wollte ich euch nicht vorenthalten, vor allem weil das Foto Viola und Papagei eines meiner liebsten der letzten Jahre ist. Text steht wie immer im Bild. Also: viel Spass !

Unser Ankerplatz in Port Resolution - 250 Jahre nach James CookDer 'Yacht Club'Zwei Holz-Statuen am Eingang zum DorfEin Teil des kleinen Dorfes

Ein neues Haus wird gebaut...100% Naturmaterialien, 100% recycling-faehigKosten: 0$ (alles waechst in der Umgebung), Dauer bis Fertigstellung: ca. 1 WocheFussball am Fusse des Vulkans

Riesiger Bayan Tree - wer versteckt sich da ?Haensel und Gretel ?Die Dorfschule wurde beschenkt mit zwei grossen Tueten Material aus dem Bauch der SuvarovClaus, Bruno und eine Backpackerin - unterwegs Richtung Yasur

Ein Arbeiter kommt uns aus dem Wald entgegenUnd hat einen bunten, zahmen Papagei mit dabeiDer fluestert Viola irgendwas charmantes ins OhrDie kleine Piratenbraut macht ganz auf lieb

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In Brisbane angekommen

Der letzte Segeltag war feucht, windig und hart und die Nacht aufregend, als wir bei 25-30kn Wind zuerst die Ansteuerung meisterten und spaeter im Fahrwasser einen ganzen Tag lang Richtung Brisbane aufkreuzen mussten. Alle paar Stunden auf Funk die Sturmwarnung der lokalen Wetterbehoerden und wir hacken durch die See und stampfen mit der Suvarov durch die Wellen im hellgruenen Wasser hinter Moreton Island.
Am spaeten Nachmitag erreichen wir endlich die Flussmuendung und machen kurz darauf an der Tanke der Rivergate-Marina fest. Nach nur wenigen Minuten kommen zwei sehr nette Offiziere vom Zoll und klarieren uns ein, ein paar weitere Minuten spaeter gesellt sich noch der Herr von der Quarantaene hinzu. Kurz vor Sonnenuntergang koennen wir die gelbe Flagge bergen und sind nun willkommen, das Land zu betreten. Wollen wir aber gar nicht ! Wir legen augenblicklich wieder ab, fahren in der Dunkelheit eine Stunde weiter den Fluss hoch und um ca. 19h lokaler Zeit werfen wir den Anker in den Fluss – im Zentrum der Stadt ! Umgeben von Wolkenkratzern, nahe dem botanischen Garten. Voellig surreal.
Die letzte richtige Stadt, die wir sahen war Panama City vor ca. zwei Jahren. Und nun – nach Fiji und Vanuatu kommt die westliche Kultur echt ganz schoen schraeg rueber. Aber wir machen natuerlich das beste draus: werfen das Dinghy ins Wasser, paddeln an Land, wo uns ein paar Leute von einer Parkbank aus interressiert beobachten waehrend wir unser kleines Boetchen irgendwie an der Uferpromenade festtuedeln.
Und dann geht’s zum naechsten Diner auf einen lecker Ozzy-Burger mit allem drin und einem grossen, kalten Bier. YAY Australia !!

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Approaching Brisbane

The last 24 hours of sailing…. and it seems we’ll remember those a long time… Up until a few hours ago we sailed as southerly as possible, to have a better angle for the bad weather that was predicted. And then it came: during the last night the wind increased first to 25 then to 30 knots and during the sqalls of which we had about fifteen so far, we got up to 40 knots. But thanks to our southing we could alter our course and now, the last 50 miles we’re going downwind with the nasty weather pusing us towards the north of Moreton island from where we will take the well buoyed sipping lane towards Brisbane.
Right now we’re sailing with the genoa in the third reef and the lighthouse should become visible in 4-5 hours. If all goes well, tomorrow afternoon we should be moored at the quarnatine dock in the Rivergate Marina. Yay !

LATITUDE: 26-52.18S, LONGITUDE: 153-52.27E, COURSE: 278T, SPEED: 5.3, WIND: SE 6(7), DISTANCE TO DEST.: 34nm (+46nm to harbour)

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Tag neun nach Australien

Gegenan, gegenan…. Ist es nun der vierte oder fuenfte Tag, den wir hart am Wind segeln ? Keine Ahnung. Meine Knochen und die Anzahl der blauen Flecken sagen fuenf. Wie erwartet hat der Wind waehrend der Nacht auch etwas zugelegt, was die ganze Sache natuerlich noch schicker macht. Wir sind also mit Genua und Gross im dritten Reff unterwegs und versuchen so, unseren Kurs nach Brisbane zu halten – was auch gut gelingt. Normalerweise(TM) wuerden wir ja so segeln, dass wir tagsueber ankommen, aber bei dem Wetter (und der Wind soll ja nach wie vor mehr werden) vergeuden wir keine Zeit und kommen gerne auch im Dunkeln an.
Ist ja nicht so, wie ein Suedsee-Ankerplatz, wo man hinfaehrt und seinen Anker fallen laesst, nein hier muessen wir erst mal hinter der Moreton Island durch ein Fahrwasser, queren die gesamte Flussmuendung mit vielen Flachstellen und tuckern schliesslich den Fluss rauf bis in die Stadt. Insgesamt ca. 46nm, die aber vermutlich etwas geschuetzt sind.
Naja. Also bleibt’s spannend bis zur letzten Sekunde, heh. Aber so wie’s aussieht, kommen wir wohl kurz vor Sonnenaufgang an und haben dann den ganzen Tag fuer diese Fahrt durch die Flussmuendung.
Sonst alles klar an Bord. Es ist bisher nichts kaputgegangen, und alle sind wohlauf (bis auf die erwaehnten blauen Flecken).

LATITUDE: 26-24.23S, LONGITUDE: 155-03.20E, COURSE: 242T, SPEED: 5.8, WIND: SSE6, DISTANCE TO DEST.: 101nm

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Day 8 towards Australia

A bit rough it was these last hours – or actually days. Now the wind has calmed down and our speed decreased. It’s a lot nicer when the place you live in isn’t shaking and bouncing and banging into the waves every few seconds. And did I mention before: there is more wind coming…
Yesterday the sky was filled with those ‘Cirrus Uncius’ clouds and then at night fall we had a wonderful halo around the moon. Both signs that the weather is about to change. I’m downloading the forcast this moment, let’s see what the grib file says…
We also found a solution to our energy problem: Since we were sailing on the wind all the time, the wind generator was working overtime and even during the night the batteries were at 14.4V, the fridge at 3 degrees, the laptops all charged – where to go with the excess energy ? Loud music is the answer ! Party all the day. Hehehe. (To answer the comments, whether we enjoy our last days out at sea…)

LATITUDE: 24-52.45S, LONGITUDE: 156-39.18E, COURSE: 239T, SPEED: 4.8, WIND: S3, DISTANCE TO DEST.: 218nm

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Siebter Tag auf See, dritter Tag gegenan

Huiii. Auf unserer letzten Reise mit der Suvarov poltert’s ganz schoen. Seit drei Tagen brettern wir hart am Wind gegen vier bis sechs Beaufort an. Genua meist im ersten, Gross im zweiten Reff hetzen wir nach Sued, so weit wir koennen. Das Schiff brettert in die Wellen, die Gischt spritzt bis zum Heck und alles an Deck ist unter einer dicken Salzkruste erstarrt – fast ein bisschen wie Winter. Ach. Apropos: Die Kinder laufen schon mit Socken rum und finden das unglaublich lustig. Der Captain wehrt sich noch dagegen, bekommt aber auch langsam kalte Fuesse.
Oh. Genau und von wegen kalte Fuesse: Soeben hab ich wie jeden Morgen kurz vor Sonnenaufgang die Wetterdaten runtergeladen und das gefaellt mir gar nicht. Ab Anfang der Woche dreht der Wind dann nochmal richtig auf. Auch mit ein Grund, weshalb wir nun jede Meile nach Sued gut machen wollen, um spaeter dann bei 6-7 Beaufort und entgegen laufender Stroemung vor der Kueste nicht gegenan, sondern zumindest Halbwind segeln zu koennen. Nun ja. So der Plan.
Sonst soweit alles Gut. Die Capitana hat auch langsam wieder Appetit und den Kindern geht’s wie immer praechtig. Der Captain kocht fuer alle taeglich Pasta und backt Brot und sonst laeuft auch alles rund.

Latitude: 23-28.54S, Longitude: 158-21.03E, Speed: 5.7, Course: 222T, Wind: SE4-5, Distane to dest.: 341nm

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False alarm

Just in case someone finds a 2m high, yellow man-overbord-buoy with a strobe light flasing on top floating around position 20S, 162E. It’s ours ! A wave tore it from the mounting yesterday in the night.
As for the rest: all is fine. Not much happening as you might expect here in the middle of nowhere. Well – that’s not exactly right: Just a few hours ago during my nightwatch, the cruise ship ‘Paciic Dawn’ was passing by at our port side. I was siting in the cockpit and watched the ship pass while wondering whether one of the guests would look to our side and see those poor little sailors that get shaken and stirred while most on that huge ship wouldn’t take notice of the waves anyway and probably hang out at the casino with a martini in their hand….. I had a little chat with one of the officers on VHF and found out that they were also in Port Vila when we were there and now they’re bound for Brisbane just like us. Except that they probably will be there two days ahead.
Our journey has been quite fast so far, we did 150nm during the last 24 hours and passed all shoals and reefs unharmed. Now it’s open ocean between us and our destination. The wind so far is quite steady and instead of turning to the south as predicted, now it seems it’ll turn more easterly and increase a lot on monday. We’ll see… Maybe we’re already in Brisbane then.

Latitude: 21-51.45S, Longitude: 160-05.02E, Speed: 5.2, Course: 223T, WIND: SE4, DISTANCE TO DEST.: 499nm

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Kurs Brisbane liegt an

Neu Kaledonien und das ‘Grand Recif de Cook’ haben wir hinter uns gelassen und ein paar Stunden lang hatten wir auch ein bisschen weniger Wind in Lee der Insel. Seit einer Stunde ist unsere Antriebskraft wieder in urspruenglicher Staerke (20-25kn) zurueck und wir steuern mit gut sechs Knoten Richtung Suedspitze des Bellona Riffs. Morgen sollten wir die ‘Landsdowne Bank’ queren. Da bin ich mal gespannt, wie sich die See verhaelt, wenn’s ploetzlich von mehreren Tausend Meter Tiefe auf 20-30m ansteigt. Das macht mir ganz schoen mulmige Gefuehle, wenns da so ‘flach’ ist. Naja. Kann man nix machen, da muessen wir drueber. Auf jeden Fall werden wir Angeln, denn so eine Flachstelle ist die beste Chance fuer frischen Tunfisch !
Schoen ist, dass diese Zwischenziele quasi in einer Linie mit Brisbane liegen und wir also nun auf unser Ziel zusteuern. Und mit unserer derzeitigen Geschwindigkeit wuerden wir auch schon in fuenf Tagen ankommen. Aber das kann sich ja noch aendern. Soeben lade ich die neuen Wetterdaten runter…

LATITUDE: 20-03.08S, LONGITUDE: 161-48.54E, COURSE: 216T, SPEED: 6.4, WIND: ESE5-6, DIST. TO DEST.: 642nm

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Inside the ‘Grand Recif de Cook’

Damn that reef really forced us to do a jibe – after three days. We busy sailors…. Heh.
Right now as I’m typing this, we’re right inside the ‘Grand Recif’ and the little motu to our starbord side is called ‘Atoll de la Surprise’. I don’t wanna know what caused that name but I really had to laugh out loud as I read it. So – anyway – we’re ‘past’ New Caledonia now – which means we’re in the reefs and have to navigate with great care. *rrr* This really makes the captain edgy: to sail through reefs in the pitch dark. But there is no other way, the area we have to cross is way to big to do it in daylight. And we have plenty of space, the ‘pass’ is gigantic and the sea state is perfect.
Speaking of: This is the kind of weather that makes a captain smile. – Since we left Tanna, we had absolute rock-stable wind from the east with 20-25 knots. That’s our ideal weather and thus we’re sailing daily runs of more than 140nm. Fast sailing for once !

LATITUDE: 18-47.98S, LONGITUDE: 163-19.58E, COURSE: 242T, SPEED: 6.1, WIND: E5, DISTANCE TO DEST.: 757nm

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Zweiter Tag nach Australien

Auch am zweiten Tag tut sich nicht viel. Und das ist gut so. Denn der Wind passt haargenau, unser Kurs ist perfekt. Die Geschwindigkeit ist super und das Wetter fein. Ich will gar nicht, dass sich hier dran irgendwas veraendert ! Einzig unsere Position. Die wandert jeden Tag etwas nach Westnordwest. Ja. Nord. Ich hatte ja Gestern bereits erwaehnt, dass die Neu Kaledonier ihr Land da mitten in den Weg gepackt haben. Und als ob das noch nicht reicht, findet man dahinter noch jede Menge Riffe und Flachstellen. So segeln wir also nicht den direkten Weg, sondern erst mal eine Schleife um NeuKal herum. Die Entfernung von Brisbane: 840nm stimmt natuerlich auch nicht wirklich, da fehlen ca. 200 Meilen. Aber irgendwo muss man sich ja orientieren, oder ?
Sonst alles gut hier. Die Capitana wie immer die ersten Tage gruen um die Nase, die Kinder dafuer putzmunter.

LATITUDE: 19-13.91S, LONGITUDE: 165-37.95E, COURSE: 297T, SPEED: 6.2, WIND: ESE5, DISTANCE TO DEST: 840nm

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Day 1 towards Brisbane

After waving goodbye to the SY Kira, we left Tanna on sunday afternoon. We first sailed around the south tip and now we’re heading towards the north of New Caledonia. Yeh – sailing to Brisbane isn’t exactly straight forward. NewCal is completely in the way and there are several huge banks and reefs on the way. So we’ll use the ‘Grand Pass’ in the NW of NewCal and then go south, over the Landsdowne bank, around the Bellona reef and finally towards our destination.
We have good wind and make fantastic progress on our final voyage.

LATITUDE: 19-30.87S, LONGITUDE: 168-07.04E, COURSE: 269T, SPEED: 6.5, WIND: ESE5, MILES TO DEST.: 946nm (minus NewCal)

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Letzter Tag in Tanna

Die Zeit verging mal wieder wie im Fluge. Wir hatten viel erlebt, viel Kava getrunken, viel gesehen hier in Tanna. Wir haben Unmengen von Obst an Bord – dank Gui, die unser Schiff durchsortiert hat und so haben wir Taschenweise Medikamente, Schulzeug und T-Shirts an Land gebracht. Als Gegenzug gabt’s 30kg Bananen und Grapefruits, so viel man tragen kann.
Und auch wenn wir gerne noch viel laenger bleiben wuerden, aber uns draengt die Zeit. Unsere letzte Segelreise wartet auf uns: knappe 1000 Meilen nach Brisbane und in ein paar Stunden geht’s los.

Unterwegs sind wir wie immer mittels Kurzwelle erreichbar (Kommentare bekommen wir zugestellt). Und unser Satphone ist morgens an, also ca. 2100-0000h UTC.

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